Kroatien - Insel Cres![]() ![]() ![]() ![]() |
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Informationen zur Insel"Diejenigen die die Insel verlassen haben können nicht umhin, ihrem Lockruf zu folgen, und sie kommen wieder zurück, wie auch der Gast wiederkehrt, um stets neue Dinge zu entdecken, alte Freundschaften zu erneuern und neue anzuknüpfen." ![]() Die Einwanderung der Kroaten und die Unterwerfung unter die Republik Venedig prägten in großem Maße die materielle und geistige Kultur von Cres. Die Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur schuf die wunderbare Symbiose, in der das menschliche Werk als eine spontane Weiterentwicklung des Naturelements erscheint. Die Berghänge im Norden der Insel sind unwegsam, von der Bora gepeitscht und von Jahrhunderte alten Eichen und Steineichen bewachsen. Dahinter folgt die Hochebene, rau, dornig und karstig. Sie endet an den Abhängen des Südteils der Insel, wo das Meer einladende klare Buchten umspült. Neben seltenen Pflanzenarten und über 100 verschiedenen Heilkräutern sollte man die Vogelwelt hervorheben. Eine Rarität stellt sicher der in Europa seltene und daher unter Naturschutz stehende Gänsegeier dar. Wo immer man sich bewegt, begegnet man den Zeichen dieser magischen Wechselwirkung. Die Strände & Buchten![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Eines der Wunder der Insel sind die zahlreichen Strände, die sich besonders im Westteil erstrecken, zwischen der Stadt Cres und der Bucht von Ustrine. Manchmal sehen sie aus wie große Muscheln, die vom Regen und der Wucht der vom Scirocco heran getriebenen Wogen ausgehöhlt wurden. Die Gewalt der Wellen hat die losen Felsbrocken abgerundet und geglättet. So entstanden die breiten, weißen Kiesstrände, die sanft ins Meer abfallen und sich in dessen durchsichtiger Smaragdfarbe verlieren. Einige dieser Strände sind zu Fuß erreichbar, dabei läuft man über jahrhundertealte Pfade zwischen den Trockenmauern hindurch, zwischen dem Grün der Olivenbäume und des Wacholders, dem Duft von Salbei, Rosmarin, Pfefferminze, Thymian. Dann gibt es Strände, die man nur über das Wasser erreicht. Dann bleibt nur, von Bottsausflügen profitieren, die täglich organisiert werden. Auf diese Art kann man auch die "Blaue Grotte" in der Bucht von Žanja besuchen. Dort erlebt man ein wunderbares Spiel von Licht, das vom Wasser des Meeres reflektiert wird. nach oben Sehenswerte OrteBeli Cres Valun Lubenice Martinšcica Osor LošinjBeli![]() ![]() ![]() ![]() Ein Hügel mitten im Grün, eine Handvoll dicht zusammenstehender Häuser, darunter ein 130m hoher Steilhang, das Meer, ein kleiner Hafen mit großen weißen Kieseln bilden das kleine Städtchen Beli. Ihre Wurzeln reichen in die Vorgeschichte zurück, zu deren Zeiten sie ein befestigter Vorposten im Norden der Insel war. Sobald man in den Mikrokosmos dieser Stadt eintaucht, kommt es einem so vor, als ob eine innere Sanduhr seit Jahrhunderten den Rhythmus der Zeit des Lebens bestimmte. Zeugen dafür sind Reste aus der Römerzeit und Reste mittelalterlicher Befestigungen, romanisch-gotische Kirchlein, alte Balkone, Friese, Wanddekorationen, Grabsteine mit glagolitischen Inschriften. zur Übersicht Cres![]() ![]() ![]() ![]() Eine weite Bucht, die von der Hochebene abgeschirmt wird, und ein Hinterland, das sanft nach Süden abfällt, haben hier seit der Antike menschliche Siedlungen begünstigt. Auf der einen Seite das Meer, das seinen ganzen Reichtum anbietet und aus Cres einen sicheren Hafen macht. Auf dieser günstigen Grundlage entwickeln sich Fischfang, Seefahrt, Handel, ein Hafen mit Reedern, Schiffbauern, Kapitänen. Auf der anderen Seite steht der feste Boden für die Grundbedürfnisse, zu deren Befriedigung hauptsächlich Rebstock und Ölbaum beitragen. Diese beiden Welten vereinigen sich, leben miteinander. Die Altstadt besteht aus einem dichten Kern aus Häusern, wie durch eine Umarmung fest zusammengehalten, aneinander gebaut und miteinander verbunden. Die ganze Stadt ist ein Museum, mit den Resten der alten Stadtmauern, mit ihren Stadttoren, ihren Kirchen, wie z.B. der des Heiligen Franziskus, dem dazugehörigen Kloster und seinen beiden Kreuzgängen, einem weiteren Museum mit Gemälden und Skulpturen, einer ethnographischen Sammlung und Inkunabel, darunter ein glagolitisches Messbuch.
zur Übersicht Valun![]() ![]() ![]() Im Schutz des Vorgebirges, noch in der Bucht von Cres, liegt in einem weitgeschwungenen Uferbogen Valun, ein typisches Fischerdorf. Der Ort genießt eine beachtliche Bekanntheit, seit in der naheliegenden Friedhofskapelle San Marco die berühmte Steintafel aus dem 11. Jahrhundert entdeckt wurde, "Valunska Ploca", die jetzt in der Pfarrkirche St. Maria in eine Wand eingemauert ist. Es handelt sich dabei um ein Monument von fundamentaler Bedeutung für die Geschichte und Kultur der Kroaten, weil die eingemeißelte Inschrift aus glagolitischen Buchstaben besteht. Als "Glagolica" wird das altslawische Alphabet bezeichnet. Direkt daneben steht der Text in mittelalterlichem Latein. In dem kleinen Ort besteht eine enge Verflechtung zwischen bäuerlicher Tradition und der der Fischer. In dem kleinen Hafen liegen die Fischerboote, die Netze sind zum Trocknen aufgespannt. Die Gesichter der Fischer sind rau, von Wind und Sonne gegerbt. zur Übersicht Lubenice![]() ![]() ![]() Auf der Valun gegenüber gesetzten Seite, dem ringförmigen Bogen der Hochebene folgend, liegt auf einem Felssporn Lubenice, das mutig wütend Winden und Stürmen, die es bezwingen wollen, trotzt. Die Römer nannten es nicht von ungefähr Hibernicia (hibernus=winterlich). Sie machten eine für jene Zeiten unbezwingbare Festung daraus. Der Felssporn fällt 378m tief senkrecht bis zum Meer ab. Nach Osten hatte Lubenice eine Wehrmauer mit zwei Toren., Der erste Eindruck, den man beim Anblick von Lubenices hat, ist der einer Kommandobrücke auf einem Schiff, das fest weit außerhalb der Zeiten verankert ist. Die Häuser sind winzig, mit Gewölbedurchgängen. Auf dem offenen Platz, am Eingang zum Dorf, erhebt sich der Campanile (Glockenturm), unterhalb befindet sich eine kleine Loggia, die als Gasthaus genutzt wird. Daneben liegt die Kapelle des Heiligen Antonius. Im Ort selbst finden wir die Pfarrkirchen der Heiligen Jungfrau Maria, der im Mittelalter eine Zeit lang ein Kapitel von Chorherren zugeordnet war. Wenn man über die Brüstung der Mauer schaut, meint man zu fliegen, wie die Möwen, die tiefer unten über den wechselnden Strömungen des Meeres ihre Bahnen ziehen. zur Übersicht Martinšcica![]() ![]() ![]() Martinšcica ist ein Fischerdorf, das sich schon seit etlichen Jahren dem Fremdenverkehr geöffnet hat. Es hat eine weite Bucht und einen einladenden Strand. Das Dorf verdankt seinen Namen der mittelalterlichen Kirche des Heiligen Martin, die gleich neben der des Hieronymus steht, angeschlossen ist das Kloster der Glagoliten, Brüder desdritten Ordens der Franziskaner. Nebenan steht das KASTEL, ein Bauwerk, das im 17. Jahrhundert von dem Patrizier Sforza aus Cres errichtet wurde. Die ganze Gegend um Martinšcica ist den Südwinden ausgesetzt. Das Grün ihrer Hänge vermischt sich mit dem flirrenden Weiß ihrer Strände und dem Kobaltblau des Meeres. Diese Gegend ist ein Lebensraum, der sich dem Menschen anbietet, um ihn einzuladen, jenes Gleichgewicht mit der Natur wieder herzustellen, das langsam verloren geht. zur Übersicht Osor![]() ![]() ![]() ![]() Vom Altertum an bis ins 15. Jahrhundert war Osor die Hauptstadt der Insel Cres und Lošinj. Es war aber auch der Transithafen zwischen der nördlichen Adria und Dalmatiens dank seiner strategisch günstigen Lage am Kanal, der die beiden Meere und Inselteile Cres, sowie Lošinj verbindet. Die beiden Inselteile werden von einer über dem Kanal laufenden Drehbrücke verbunden. Diese wird täglich 09:00 und 17:00 zur Durchfahrt von kleinen Schiffen, Yachten u.a. geöffnet. Vom ehemaligen Glanz der Stadt sind im historischen Stadtkern das Forum und die umgebenden Gebäude wie Rathaus, eine mit Gewölbedecken überbaute Loggia (heute Museum), Bischofspalast und die Kathedrale mit ihrem Glockenturm erhalten geblieben. Diese Gebäude gehen auf das 15. und 16. Jahrhundert zurück. Sie wurden erbaut, als die Stadt sich in Folge von Epidemien nach außen hin abschirmte. Außerhalb des Stadtkern findet man die Spuren der Stadt, die in mythischer Zeit "Apsoros" hieß: auf dem Friedhof die Reste der ersten frühchristlichen Kathedrale, dann alte Stadtmauern, Schutzwälle, die Trümmer einstiger römischer Villen oder von Klöstern, heute mit Nutz- und Ziergärten bedeckt. Vielleicht auch noch verborgene Wunder, die ihrer Entdeckung harren und Erinnerungen an Abschnitte einer glorreichen Vergangenheit wachrufen können. Heute lebt die Stadt wieder auf mit Kunst- und Kulturveranstaltungen, wie z.B. den bekannten "Musikalischen Abenden von Osor", die in der Kathedrale stattfinden. zur Übersicht Lošinj![]() ![]() ![]() ![]() Die Insel Lošinj ist die natürliche Verlängerung der Insel Cres. Sie ist wegen ihrer langen Tradition in der Seefahrt und im Tourismus in der ganzen Welt bekannt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begannen Veli Lošinj und Mali Lošinj ihr großes Abenteuer auf dem Meer. Dank unternehmungsfreudiger und mutiger Männer wie z.B. die Brüder Vidulich und andere, werden Schiffswerften, die Schifffahrtsschule, die Sternwarte und die Wetterwarte errichtet. Kapitäne wie Pedrina, Budinich und andere trotzen den Meeren und Ozeanen und mehren so den Handel Österreich-Ungarns mit den Ländern der neuen Welt. Ihrer Insel verschaffen sie dadurch Ruhm und Reichtum. Am Ende des 19. Jahrhunderts, als in der Schifffahrt die Segelschiffe den Schraubendampfern weichen mussten, begann auf Lošinj die Ära des Tourismus. Wegen der milden Temperatur und der subtropischen Flora wird die Insel, hier besonders Mali Lošinj, zu einem wichtigen Luftkurort, der von der oberen Gesellschaftsschicht des Kaiserreichs und sogar von den Habsburgern selbst immer wieder aufgesucht wird. 1887 erbaute man das erste Hotel, das "Vindobona". Von der Bucht von Cikat aus wurde der ganze Küstenstreifen mit Aleppokiefern aufgeforstet. Ebenso baute man eine Kuranstalt für Atemwegserkrankungen. Am Anfang des ersten Weltkrieges zählte die Insel über 10 Hotels und zahlreiche Villen und Pensionen. Die aus dieser Tradition kommenden Werte sind gut genutzt worden. zur Übersicht nach oben |
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